Praxis für Psychotherapie

Dr. Melanie Rahn

Psychosomatische Erkrankungen
Psychosomatische Erkrankungen
”Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib.” (Thomas von Aquin)

Jahrelange Beschwerden, zahlreiche Medikamente und Therapien und kein Arzt findet eine Ursache für die Schmerzen. Letztlich schickt er den Betroffenen zum Psychotherapeuten. Das ist der typische Leidensweg eines Menschen, der an einer psychosomatischen Erkrankung leidet.

Damit sind körperliche Beschwerden gemeint, für die keine oder kaum organische Ursachen gefunden werden können. Die Betroffenen haben jedoch den Eindruck, körperlich krank zu sein. Sie klagen über Atemnot, Kopf- oder Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme, Schwindel, Erschöpfung, Hauterkrankungen, Haarausfall und ... und ... und ...

Auslöser dieser Beschwerden ist jedoch nicht ein krankes Organ sondern die kranke Psyche. Körper, Denken und Fühlen bilden eine Einheit und beeinflussen sich gegenseitig. Anhaltende Gefühle wie Ärger, Trauer oder Kränkung können sich im Körper widerspiegeln. Die deutsche Sprache hat dafür viele Beispiele: etwas schlägt auf den Magen, es sitzt etwas im Nacken, sich etwas zu Herzen nehmen. Die Gründe für die Erkrankung können vielfältig sein und reichen von mangelnden Stressbewältigungsmechanismen über unverarbeitete Lebensereignisse bis hin zu inneren ungelösten Konflikten.

Für Betroffene ist es nicht leicht, zu akzeptieren, dass ihre Beschwerden keine organische sondern eine psychische Ursachen haben. Sie fühlen sich nicht ernst genommen oder glauben, man unterstelle ihnen, zu simulieren.

Die spezifischen Ursachen der Erkrankung und damit den individuellen Behandlungsplan herauszuarbeiten ist bedeutsam. Psychotherapie bietet ein breites Spektrum an speziellen Methoden. Liegt der Erkrankung beispielsweise ein Trauma zugrunde, können traumaspezifische Verfahren wie EMDR hilfreich sein. Bisweilen kann es eher nützlich sein, angemessenere Stressbewältigungsmechanismen zu erlernen.

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